LANDSCHAFT
dokumentarfilm, 2003, 60 min., 35 mm, farbe, mono

Regie
Sergei Loznitsa
Kamera
Pavel Kostomarov
Ton
Vladimir Golovnitzkiy
Produser
Heino Deckert
Poduktion
Russland, Deutschland
MAJADE Filmproduktion
Distribution
Deckert Distribution
Inhalt
Winter. Eine Bushaltestelle in einer kleinen russischen Stadt. Die Leute warten auf den Bus. Sie reden über ihr Leben. Wenn man ihren Gespräche zuhört, bekommt man einen Einblick in ihr Leben. Der Ort, die Menschen, ihre Denkweise verschmelzen mit der fließenden Kameraführung.
Preise
Grand Prix
"Filmer a Tout Prix" International Film Festival, Brussel, 2003.
Best Camera
Leipzig International Documentary Film Festival, 2003.
Jury Award
Sibiu International Film Festival, Romanie, 2003.
Presse
"Der Film ist wie der nachempfundene Blick eines Kindes, das am Morgen das erste Mal zum Arbeitsplatz seiner Eltern mitgenommen wird und staunend alles aufsaugt. Dieses staunende Kind bleibt außen vor in der Konversation und erwischt nur Brocken, da es diese Welt nicht versteht." [ MDR Kultur ]
"Loznitsa adaptiert das Konzept des Direct Cinema auf Eigenheiten der russischen Kultur. Und der Regisseur liegt richtig mit seinem Konzept. Er verfolgt die Wahrheit nicht, weil sie skandalös oder amüsant ist, sondern er verfolgt die Wahrheit an sich, mit dem Wissen um das wichtigste: die Existenz der Wahrheit in seinem Film. Die zufälligen Geschehnisse vor der Kamera werden zudem durch die Form der filmischen Verwertung, der spezifischen Kameraarbeit, zu einem ästhetischen, sowie von Menschenhand geschaffenen Kunstwerk, nach dessen Sinn man zu fragen beginnt." [ Leipzig Almanah ]
"Pejzaz" ("Landschaft") heißt der neue Film von Sergej Loznitsa, der eigentlich nur einen Zustand beschreibt und damit zeigt, wie Hoffnungslosigkeit zu Verhärtung führt." [ Berliner Zeitung ]
"Loznitsa lässt die Kamera über Bushaltestellen in Russland streifen, fängt Fragmente von Alltagsgesprächen ein, die indem sie nichts bedeuten, ebensogut auch alles bedeuten können, vielleicht sogar einen Blick in die postkommunistische „russische Seele“. Ein Experiment, das, weil es so radikal ist, im Kino nur schwer erträglich ist." [ 8. Filmfest Schleswig-Holstein Augenweide ]
"The camera pans slowly across the “landscape” of faces while, on a separate recording for the soundtrack, we hear people – young and old – talking about their woes and worries and will to survive by living each day as it comes. Finally, the bus arrives – an hour late – exactly the amount of time Loznitsa required to shoot this remarkable candid-camera documentation."
[ www.kinema.uwaterloo.ca ]
"Less is more for "Landscape," an austere but absorbing formalist exercise consisting entirely of left-to-right tracking shots depicting people waiting for a bus in the Russian town of Okulovka. Well-regarded Russian docu-helmer Sergei Loznitsa's ("Portrait") experimental approach may seem reminiscent of '60s avant-garde darling Michael Snow ("Wavelength"), although it's closer to the stripped-down style of contempo Ruskie doc-makers…" [ Variety ]